1919

20. Mai: Konstituierende Generalversammlung
4. Juni: Abschluss Kaufvertrag des Geländes mit der Gemeinde Muttenz
13. September: Baueingabe
1. Dezember: offizieller Spatenstich


1920

15. Oktober: erste Siedlerfamilie zieht ins Musterhaus 81 ein
22. November: Eröffnung der Freidorf-Schule


1921

21. Januar: Einweihung Überlandbahn (Tram) St. Jakob - Muttenz
31. März: 150 Häuser fertig erstellt
24. August: Einweihung Gedenkstein beim Eingang der Spielwiese


1922

1. Januar: Abschluss Verträge betreffend Schule, Strassen und Wege etc. mit der Gemeinde Muttenz


1923

3. Mai: Stiftungsurkunde zur Förderung von Siedlungsgenossenschaften erstellt


1924

August: Abschluss Bauarbeiten Genossenschaftshaus


1929

1. März: Eröffnung der Kleinkinderschule (Kindergarten) im Freidorf
Dies Academicus: Bernhard Jäggi wird Ehrendoktor am Basler Universitätstag


1934

Die Post eröffnet eine Paketannahmestelle mit Wertzeichenverkauf im Freidorfladen


1940

Erste Fassadenrenovation über einen Zeitraum von 4 Jahren. Der Kunstmaler Kaufmann, welcher schon die Farbe des ersten Anstrichs bestimmt hatte, empfahl wiederum ein sattes Rot, während schon dazumal viele Siedler hellere Töne vorgezogen hätten.


1944

Ein schwarzer Tag in der Geschichte des Freidorfs: Am 13. April starb Bernhard Jäggi (Freidorf-Gründer)


1946

Erstmals wird eine Frau als Mitglied der Verwaltung aufgenommen


1947

Die Variante Verlegung des Trams durch das Höhlenbachtal taucht auf.


1948

Die ausserordentlliche Generalversammlung vom 4. Okt. bewilligt einen Beitrag von 10% der Jahresmieten (17'000) und die Stiftung (33'000) für die Verlegung des Trams in den Höhlenbachgraben. Damit wird die Freidorf-Anlage an der St. Jakobs-Strasse gerettet.


1949

Der Regierungsrat von Baselland beschliesst die Verlegung des Trams in den Höhlenbachgraben.


1954

Am 18. Juli ist Hannes Meyer (Architekt vom Freidorf) in Lugano gestorben.


1956

Im Juni zog das Seminar aus dem Genossenschaftshaus in einen Neubau um. Das Freidorf-Restaurant kam durch diesen Wegzug arg in Bedrängnis, fehlten doch nun viele Pensionsgäste.


1964

In den Jahren 1964/1965 fand die zweite Fassadenrenovation statt. Die neue Farbe, eine helles Graugrün, wurde unter Zuziehung des damaligen Denkmalpflegers Fritz Lauber gewählt.


1967

Am 10. März wurde die Abtretung des eigens geführten Freidorf-Ladens an den ACV (Coop Basel) beschlossen.


1968

Am 22. November beschliesst eine ausserordentlliche Generalversammlung die Aufgabe des Restaurants.
Diskussionen um die Errichtung von Alterswohnungen im Genossenschaftshaus werden aufgenommen.


1971

Im Frühjahr zogen die letzten Schulklassen aus dem Genossenschaftshaus aus.


1972

Am 31. März endet die Benützung der Turnhalle im Genossenschaftshaus durch die Gemeinde Muttenz.
Das Projekt betreffend Alterswohnungen im Genossenschaftshaus wird eingestellt.


1973

Erste Verhandlungen mit Coop über die Beherbergung des Rechenzentrums im leer gewordenen Genossenschaftshaus.
Im November bewilligt eine ausserordentlliche Generalversammlung einen Kredit von 2 Mio. Franken für die Investitionen und Renovationen im Genossenschaftshaus zur Unterbringung des Coop Rechenzentrums.


1974

Das zentrale Genossenschaftshaus bekommt eine neu Fassade.


1976

Das Freidorf wird an die GGA (Kabelfernsehen) der Gemeinde Muttenz angeschlossen.
Die Coop Verkaufsstelle Freidorf wird eröffnet.
1390 Fenster werden in den Freidorfhäusern durch neu Doppelverglasungsfenster ersetzt.


1981

Beginn der 3. Fassadenrenovation mit geplantem Abschluss 1984.


1985

Sämtliche Freidorfhäuser erhalten neue Normbriefkästen.
Der Turm auf dem Genossenschaftshaus wird neu mit Kupfer eingekleidet und die Spitze, die Zahlen und Zeiger Blattvergoldet.


1986

Der 1. Novemer ist ein schwarzer Tag für die Region und geht als Sandozkatastrophe in die Geschichte ein. Die Bevölkerung wurde durch Sirenenalarm am frühen Morgen geweckt.


1992

Nach rund 2-jähriger Bauzeit, wird das neue, zentrale Blockheizkraftwerk (BHKW) in Betrieb genommen. Sämtlliche Häuser wurden mit einem Fernwärmenetz mit dem BHKW verbunden. Die alten Zentralheizungen und Tanks der 150 Häuser wurden demontiert. Das BHKW wird vorwiegend mit umweltfreundlichem Gas betrieben und produziert zusätzlich Strom, welcher in das öffentlliche Netz eingespiesen und entsprechend vergütet wird.


1998

17. August: Spatenstich für die neue Kanalisation im Freidorf.


2000

Durchführung des Projektwettbewerbs "Wonhalternativen" mit dem Ziel ein möglichst attraktives, den Anforderungen gerechtes Projekt für Wohnungen an der St. Jakobs-Strasse zu erhalten. Das Projekt "1919" von Rosenmund und Rieder in Liestal gewinnt den Wettbewerb (siehe auch Wohnen im Freidorf).


2001

Einführung des neuen Verkehrskonzepts im Freidorf. Die Strassen im Freidorf sind nur noch in einer Richtung befahrbar (Einbahnstrassen) und sämtliche Parkplätze sind nummeriert. Neu werden mit der Einführung des neuen Verkehrskonzept die Parkplätze vermietet.


2002

Ersatz der Haustüren: Schon seit längerer Zeit drängte sich ein Ersatz der alten Eingangstüren aus Holz auf; vor allem durch die Witterung in Mitleidenschaft gezogen genügten sie den Anforderungen bezüglich Isolation sowie Abdichtungen nicht mehr. Über einen Zeitraum von einigen Monaten wurden drei Mustertüren getestet (Holz, Alu und Metall).
In drei Etappen wurden dann in allen Häusern die Vorder- und Hintertüren durch Metalltüren ersetzt. Anschliessend wurden auch die Hausnummern in der Originalschrift über sämtliche Vordertüren angebracht.


2003

Wohnalternative Freidorf: historischer Entscheid an der a.o. Generalversammlung im August für den Bau der Wohnalternative.
Bildung einer Bau- und Statutenkommission.
Auszug der Coop Informatik aus dem Genossenschaftshaus.


2004

Renovation des Genossenschaftshauses. Einzug der neuen Mieter.


2005

Am 21. April 2005 wird der Grundstein zum Bau der Wohnalternative gelegt.
Anlässlich der ausserordentlichen Generalversammlung im Oktober werden die neuen Statuten und das neue Reglement der Wohlfahrtskasse genehmigt.
Die Kellertüren (aussen) und die Kellerfenster werden in allen Häusern ersetzt.


2006

Bauende der Wohnalternative. Tag der offenen Türe. Einzug der Mieterinnen und Mieter.


2007

Der Spielplatz wird neu gestaltet.
Das Freidorf erhält im Zuge der Netzmodernisierung einen neuen GGA Anschluss.


2008

Erneuerung der Fenster in den Freidorfhäusern.
Am 27. April 2008 wird der neugestaltete Spielplatz mit einem Fest eingeweiht.
Der Genossenschaft Freidorf wird für die Wohnalternative der Architekturpreis durch die Gemeinde Muttenz verliehen.


2009

Verleihung des Baselbieter Heimatschutzpreises an die Siedlungsgenossenschaft Freidorf, eine Auszeichnung für den bedeutendstens Siedlungsbau der Schweiz aus der Zeit zwischen den Weltkriegen.


2010

Genehmigung der neuen Haus-, Garten- und Parkplatzordnung (HGPO).

Siedlersaal: Im Herbst wurde der Siedlersaal im Genossenschaftshaus total renoviert. Er wirkt nun freundlich und hell, vor allem der Bar- und Küchenbereich ist modernisiert. Eine Multimedia-Anlage ermöglicht auch eine vielseitigere Nutzung. Das Echo aus dem Siedlerkreis am schönen Einweihungsfest Ende Oktober war durchwegs positiv.

Sanierung der Wasserleitungen: Eine Gebäudeanalyse der Häuser 1-150 im Jahre 2009 hatte einen dringenden Sanierungsbedarf der 90-jährigen Wasserleitungen ergeben. Das Risiko von spontanen Leitungsdefekten war erheblich. Mitte September konnte mit der Sanierung sämtlicher Kalwasser-Zuleitungen begonnen werden.


2011

Fensterumrandung: Im April wurden die Malerarbeiten an den Fenstergewändern aller Freidorfhäuser durch die Firma JobFactory begonnen.

Ersatz Kaltwasserleitung: Im Mai konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. 1472 Meter in den Kellern und 866 Meter im Aussenbereich.

Wohnalternative - Restaurant Freidorf - St. Jakob-Strasse 153: Vor das Restaurant Freidorf auf der Süd-Westfassade wurde ein Glasdach mit Sonnenstoren gebaut. Jetzt können auch die Raucher trocken ihrem Hobby frönen.

 


2012

Photovoltaikanlage: Im Februar Installation einer Solarstromanlage auf dem Dach der Wohnalternative St. Jakob-Strasse 143 - 153.

Genossenschaftshaus: Sanierung Fenster im Genossenschaftshaus unter Einbezug der Denkmalpflege des Kantons Basel-Landschaft. Förderbeiträge der Sicherheitsdirektion Baselland, SWISSLOS-Fonds Baselland und des Baselbieter Energiepaket.

Ausserordentliche Generalversammlung vom 19. Juni 2012: Entscheid, die Verwaltung der Siedlungsgenossenschaft Freidorf dem Wohnbaugenossenschaftsverband Nordwest (wgn) zu übergeben. Nach intensiver Vorbereitung und Einarbeitung übernahm der wgn im November die Verwaltung.

Ersatz Blockheizkraftwerk (BHKW) durch neues Heizsystem: Im Dezember Unterzeichnung des Vertrages "Fernwärmeverbund Polyfeld". Start Projekt "Fernwärme/Strassensanierung".


2013

Neues Heizsystem "Fernwärme Polyfeld"/Strassensanierung: Ersatz Blockheizkraftwerk (BHKW) durch einen Plattentauscher, welcher die Wärme der Fernwärme Polyfeld in die Häuser weiterleitet.

Im Februar Beginn 1. Etappe Strassensanierung.

Erneuerung Fahrbahn und Trottoir, Werkleitungsbau St. Jakobstrasse durch den Kanton Baselland.

Fensterumrandung: Nach 3 Jahren Abschluss der Malerarbeiten.


2014

Förderbeitrag vom Kanton Baselland für Projekt "Fernwärme Polyfeld"

Rückbau des alten Kessels und des Öltanks (BHKW) im Keller des Genossenschaftshauses.

Strassensanierung im Mai.

Die letzte Freidorf-Pappel mussste im Mai gefällt werden. Der Stamm war hohl.

Im August erscheint die 500ste Ausgabe der Freidorf Mitteilungen (Informationsblatt für SGF-Mitglieder).

Aus Sicherheitsgründen wird bei allen Häusern an der Aussentreppe zum Keller ein Geländer gesetzt.

Neues Leitbild Siedlungsgenossenschaft Freidorf - die Gartenstadt.

Strassensanierung: Im Freidorf wurden sämtliche Strassen saniert.

Freidorfglöcklein: Am 11. Dezember 2014 fand die Renovation des Glockenturms auf dem Genossenschaftshaus statt - Uhr und Schlagwerk.


2015

Sanierung der Hausstationen der Heizung: Für die Verteilung der Fernwärme wird in sämtlichen Häusern eine komplette Sanierung der Ventile und Pumpen der Heizanlage durchgeführt. Ebenfalls wurden neue Wärmezähler installiert.

Freidorf-Archiv: Im März Unterzeichnung des Vertrages über die Übernahme durch das Staatsarchiv Baselland in Liestal.

Bauhaus Dessau: Vom 21. Mai bis 4. Oktober 2015 fand in Dessau (Sachsen-Anhalt) ein Ausstellungsprojekt der Stiftung "Bauhaus Dessau" statt. "Das Prinzip Coop - Hannes Meyer und die Idee der kollektiven Gestaltung". Für diese Ausstellung hat die SGF aus ihrem Archiv ein Bild von Fritz Zbinden ausgeliehen. Zudem hat die SGF dem Bauhaus Dessau einen Satz Freidorf Münzen geschenkt.

Ringmauer Freidorfsiedlung: Renovation der 600 Meter langen Freidorf Mauer.

Wohnalternative St. Jakob-Strasse 143 - 153: Der Aufenthaltsraum wurde in eine 1-Zimmer-Wohnung umgebaut.

Siedlersaal: Komplett neues Geschirr, Gläser, Besteck und Kochutensilien.

Ende Jahr Ersatz der noch vorhandenen Eternitdächer an rund 30 Gartenhäusern.


2016

100 Jahr-Feier: Im Februar wurde ein Organisationskomitee "2019 - 100 Jahre Freidorf" gebildet.

Freidorf-Archiv: Am 29. April wurde das gesamte Archivmaterial dem Staatsarchiv Baselland übergeben.

100 Jahr-Feier: An der Sitzung Ende Mai wurde das OK konstituiert - OK-Leitung, Dokumentation, Fest, Finanzen, PR/Kommunikation, Sponsoring und Administration.

Neue EBM Strom Zuteilungskästen: Alle Stromeinspeisungen wurden komplett auf den neusten Stand gebracht. Die Zähler wurden ausserhalb der Gebäude in den Hausanschlusskästen installiert.Zwischen August und Dezember wurden im Freidorf 32 Hausanschlusskästen in Betrieb genommen.
Im Genossenschaftshaus wurden im Zuge der EBM Sanierung die Stromverteilung, Licht, Steckdosen und Räume einzeln bezeichnet und in die Pläne Mitte Ost und West eingetragen.

Schaltkasten
Schaltkasten

Ersatz der Glasdächer über den Gartensitzplätzen: Von August bis November fand die 1. Etappe statt. Es wurden insgesamt 54 Glasdächer ersetzt.

Glasdächer
Glasdächer

2017

100 Jahr-Feier: An der Generalversammlung Ende April wurde das Organisationskomitee vorgestellt und das Budget verabschiedet.

Ersatz der Glasdächer über den Gartensitzplätzen: Von April bis August fand die 2. Etappe Sanierung der Glasdächer statt. Von dieser Sanierung waren noch 76 Freidorfhäuser betroffen.

Glasdächer
Glasdächer

Spielplatz: Im Sommer wurde unser Spielplatz einem Sicherheitsaudit unterzogen. Aufgrund dieses Audits wurden die Babywippe sowie die Balkenschaukel sicherheitshalber abgebaut.


2018

Freidorf Aussenmauer: Die Aussenmauer inkl. Begrünung an der St. Jakob-Strasse sowie alle Sockel der Häuser inkl. der Mäusegitter wurden saniert und gestrichen.

Aussenmauer
Aussenmauer

Genossenschaftshaus: Die Eichenholzfenster wurden geschliffen und neu lasiert, 1. Etappe.

Genossenschaftshaus
Genossenschaftshaus

Kellertüren mit Eternitaufdoppelung: Im Sommer wurden sämtliche noch existierenden Eternitaufdoppelungen fachmännisch entsorgt.

Aufwertung Grabstätte des Gründerehepaars Bernhard und Pauline Jäggi: Die Arbeiten für das durch die Gruppe 100 Jahr-Feier gestaltete Konzept begannen nach den Sommerferien.

Sanierung unseres Spielplatzes: Die Spielplatzkommission hat an der GV einen Vorschlag für das Ersetzen der bestehenden Spielgeräte und eine teilweise Neugestaltung präsentiert. Nach zweimonatiger Bauzeit wurde der neugestaltete Spielplatz am 19. September eröffnet.

Spielplatz
Spielplatz

LED Strassenbeleuchtung: Im November wurden alle Strassenlampen durch neue und dimmbare LED-Lampen ersetzt.

 


2019

100 Jahr-Feier: Das Jubiläumsjahr wurde mit einem Neujahrs-Apéro beim Brunnen auf dem Platz am 6. Januar eröffnet.

Im Rahmen der 100 Jahr-Feier wurde ein Projektchor gebildet als Erinnerung an den ehemaligen Volkschor Freidorf (1921-1971). Ihm gehörte Mitte der 1920er-Jahre um die 55 Aktiv- und 50 Passivmitglieder an.

Aufwertung Grabstätte des Gründerehepaars Bernhard und Pauline Jäggi: Das Setzen der Rostmetall Elemente und die Begrünung erfolgten vor der GV.

Grab Bernhard Jäggi
Grab Bernhard Jäggi

100. Generalversammlung: Sie fand am 27. April 2019 im Pantheon statt. Für die GV und das anschliessende Jubiläumsnachtessen wurden nicht nur die Genossenschaftsmitglieder sondern alle im Freidorf lebenden Personen eingeladen.

 

Genossenschaftshaus: Im April und Mai wurden die Eichenholzfenster und Eingangstüren geschliffen und neu lasiert, zum Teil wurden die Füllungen erneuert, 2. Etappe.

Freidorf-Ringmauer: Nach der Sanierung im 2015 zeigten sich bei vereinzelten Abdeckungen der Ringmauer Risse. im Sommer wurden Dilatationen (senkrechter Schnitt durch die Abdeckplatten und Mauer, Verschluss mit Silikon) durchgeführt.

Freidorf-Brunnen und Pyramide: Im Sommer fand die Sanierung des Brunnens und der Pyramide beim Spielplatz statt. Gleichzeitig wurde auch der Brunnen im Klösterli sowie die Inschrift der Wandtafel saniert.

 

 

Unwetter:  Am Freitag, 26. Juli fegte ein Unwetter/Sturm durch die Nordwestschweiz und hat in unserer Siedlung beträchtlichen Schaden angerichtet. Äste, gar ganze Bäume, Trampoline und andere Gegenstände sind quer durch unsere Siedlung geflogen. Als Folge davon musste einer der Lindenbäume beim Spielplatz gefällt werden.

Tempolimite 20 km/h:  In den Sommerferien wurden eingangs der Einfahrten in unsere Siedlung 20 km/h Schilder montiert. Die bemalten Kinderfiguren weisen ebenfalls auf Schritttempo 20 km/h hin. Im Freidorf gilt für sämtliche Motorfahrzeuge Schritttempo.

Netzwerk Gartenstädte:  In Europa existieren viele unterschiedliche Gartenstädte. Sie unterscheiden sich von der Architektur aber auch in den Zielen und Rechtsformen. Diese Gartenstädte befinden sich verteilt in ganz Europa und haben sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Dieses Netzwerk bietet die Möglichkeit des Austauschs, als Kontaktbörse oder als Möglichkeit, andere Gartenstädte zu besuchen und in den Genuss von Führungen zu kommen. Der Vorstand hat entschieden, dass sich die SGF diesem Netzwerk anschliesst. Informationen unter www.european-garden-city.net

 

Jubiläumsfest 100 Jahre Freidorf – 1919 - 2019

Freitag, 13. September 2019:  Abends wurden alle Mitglieder unserer Genossenschaft sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft zum offiziellen Festakt im Festzelt eingeladen.

Samstag, 14. September 2019 ab 11 Uhr:  Bei sommerlichen Temperaturen und traumhaftem Wetter begann der  Festbetrieb inmitten des Freidorfes mit vielfältigen kulinarischen, musikalischen und kulturellen Angeboten für Gross und Klein sowie Jung und Alt. Geniessen und kaufen konnte man auch den roten und weissen Jubiläumswein.

Theaterrundgang:  «Das Goldmacherdorf» erzählte auf einem theatralischen Rundgang mit verschiedenen Spielstationen im Freidorf düstere und überraschende Geschichten dieser Siedlung und seiner Bewohner.

«Das Goldmacherdorf»

Im gleichnamigen Roman von Heinrich Zschokke (1771–1848) wird gezeigt, wie ein Dorf von bitterster Armut und Verwahrlosung zu Wohlstand gelangt. Im Mittelpunkt steht ein «Teufelspakt» von Goldmachern – nicht zuletzt aber auch die Gründung einer Ersparniskasse. «Das Goldmacherdorf» gilt als erster Genossenschaftsroman der Weltliteratur.

Das Theaterspiel hat im Freidorf eine lange Tradition. Bis zur Fremdvermietung des Genossenschaftsgebäudes des Freidorfs Mitte der 1970er Jahre wurden auf der Theaterbühne des grossen Saals unzählige Theaterstücke inszeniert. Im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums wurde diese Tradition wieder lebendig.

Recherche, Text und Regie: Danny Wehrmüller. Es spielten Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergruppe Rattenfänger.
 

Ausstellung «Das Freidorf – gestern, heute und in Zukunft» der FH Nordwestschweiz:  Studierende der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW haben sich anlässlich des 100-Jahr Jubiläums des Freidorfs mit dessen städtebaulichen Ordnung und Potentiale auseinander gesetzt. Dabei hat sich ein Teil der Studierenden mit der Frage auseinander gesetzt, wie das Freidorf heute gestaltet würde, wenn die gleiche Fläche zur Verfügung steht, jedoch 1.5 mal mehr Personen im neuen Freidorf leben müssten.

Der andere Teil der Studierenden hat sich mit der Aufgabe befasst, die Fläche auf der aktuell die Freidorf-Verkaufsstelle von Coop steht, neu zu entwickeln. Diese Fläche gehört dem Freidorf und bietet für die Zukunft damit gewisse Entwicklungspotentiale. Die Herausforderung bestand darin, das Gartenstadtmodell in die vertikale zu interpretieren und neue Wohnformen zu konzipieren. In der Ausstellung «Freidorf Muttenz – Visionen und Experimente» wurden ausgewählte Projekte und Überlegungen gezeigt.

Führungen auf den Glockenturm:  Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, das Freidorf aus luftiger Höhe zu bestaunen.

Neues Buch:  Das Buch erzählt die Geschichte dieser historischen Siedlung von der Geburt der Genossenschaftsidee bis zur 100-Jahr-Feier des Freidorfs. Zu diesem Anlass fand im Siedlersaal eine Lesung mit Daniela Bolliger statt.

Informations-Tafeln:  Wissenswertes über eine aussergewöhnliche Siedlung. Mit elf elegant gestalteten Informationstafeln möchten wir Besucherinnen und Besuchern Wissenswertes zum Freidorf vermitteln. An den verschiedenen Standorten rund um und innerhalb des Freidorfs bis zur Wohnalternative auf der gegenüberliegenden Seite der St. Jakobstrasse werden bedeutsame Gegebenheiten und Geschichten dieser historischen Genossenschaftssiedlung erzählt. Jede Tafel ist jeweils einem spezifischen Thema gewidmet – den Gründern, der Architektur, dem Genossenschaftshaus, der Spielwiese, der Bildung, der Wohnalternative,  den Grünflächen oder der Umgebung. Dabei können die verschiedenen Tafeln unabhängig voneinander besucht und gelesen werden. Mit den Informations-Tafeln möchten wir die historische Bedeutsamkeit des Freidorfs gegen aussen besser sichtbar und zugänglich machen.

Musikalische Angebote:  Neben einem schön-schrägen Naturjodel, traditionellen Alphorn-, schottischen Dudelsack-,  oder Blasmusikklängen des Musikvereins Muttenz und Drehorgelspiel erlebten wir ein vielseitiges musikalisches Programm: Der Freidorfchor unter der Leitung von Jürg Siegrist (Gymnasium Muttenz), on the road mit Improvisante Streetband, Poetry Slam mit Gregor Stäheli. Der Liveauftritt von Flugmodus sorgte am Abend im Festzelt für Tanz und gute Stimmung. Daneben hatten wir ein tolles Angebot für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene: Ponyreiten, Harassen-Klettern sowie Spiel und Spass im JaMaDu-Zelt von Coop. Kindertheater Arlecchino. Street Dance Workshop und Show mit Move’n’Dance aus Muttenz.  Diaboloworkshop und Show mit professionellem Jungartist Marius Cavin sowie eine Filmvorführung mit speziell für das Jubiläumsfest zusammengestelltem Filmmaterial.

Verschiedene Verpflegungs- und Marktstände sowie ein Barbetrieb rundeten das
vielfältige Angebot ab und luden zum Verweilen am Freidorffest ein.